Vasa

 

Wer kennt sie nicht, die tragische Geschichte des für ganz kurze Zeit so stolzen schwedischen Prunkschiffes VASA, welches am 10. August 1628 auf seiner Jungfernfahrt noch im Stockholmer Hafen, nach nicht einmal 1500 Metern Fahrt, kenterte und versank?
333 Jahre schlummerte sie im Schlamm, bis sie dann in einer grandiosen ingenieurtechnischen Meisterleistung 1961 gehoben wurde. Jahrzehnte später präsentiert sie sich in einem einzigartigen Museum auf der Insel Djurgarden mitten in Stockholm, unweit der Stelle, an der sie 1628 versank.
Vor ein paar Jahren erfüllte ich mir einen langgehegten Traum und besuchte Stockholm und natürlich auch das Museum.

Das Museum ist ganzjährig geöffnet - lediglich am 1. Januar sowie vom 23. bis 25. Dezember bleiben die Türen zu.
Eintritt zahlt man 130 Schwedische Kronen (SEK); Studenten 100 SEK, Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr haben freien Eintritt. (So führt man die Jugend an Kultur und Geschichte!)
Tipp: Mittwochs (außer Juni bis August) öffnet das Museum bis 20.00 Uhr. Geht man nach 17.00 Uhr hinein, kostet es für einen Erwachsenen nur 100 SEK. (Alle Angaben Sommer 2012)

Weitere Informationen zum Museum findet man hier: Klick mich!

Und wer die Vasa besucht, soll auf keinen Fall den Fotoapparat vergessen! Man darf nach Herzenslust fotografieren, ob mit, ob ohne Blitz. Ich empfehle aber auf jeden Fall auf Blitzlichtaufnahmen zu verzichten; benutzt eine leistungsstarke Kamera, ggf. auch ein Stativ. Die Mühe lohnt sich; ich hoffe, das mit den nachfolgenden Bildern zeigen zu können.

Ein ganz großes Lob geht an das Museum für seine Entscheidung bei der Frage, ob man seine Fotos im Internet zeigen darf!
Solche Bilder machen auf jeden Fall Appetit auf mehr, Appetit auf einen eigenen Besuch - und ich kann euch aus eigenem Erleben versichern, dass es ein einmalig schönes, beeindruckendes und unvergessliches Erlebnis ist! Und wenn es dazu von Shipyard mal einen schönen Lasercut-Bausatz geben sollte...

Zuerst ein Bild von außen. Hat man dann seinen Obolus entrichtet und betritt die Ausstellungshalle, ist man sofort wie erschlagen, ragt doch das imposante Galion hoch über einem auf.  Interessant ist der direkte Vergleich mit einem Modell im Maßstab 1:20.  Ok, ich will jetzt nicht jedes der 75 Fotos kommentieren...

Man kann sich der VASA auf insgesamt 7 Ebenen nähern. Es ist faszinierend, was die Schweden hier geleistet haben, sowohl die, die das Schiff damals bauten, als auch die, die es dann aus dem Hafenschlamm zogen und restaurierten.

Af Chapman

Am Pier von West-Skeppsholmen, nicht allzu weit weg vom Vasamuseet, liegt eines der ältesten eisernen Vollschiffe der Welt, die Af Chapman. Seit 1888 im war sie auf den Weltmeeren unterwegs. Nun dient der stolze Dreimaster als Herbergsschiff. Bei einer Hafenrundfahrt kann man sich den imposanten Großsegler auch von der Wasserseite aus anschauen.