Auf der Insel Elba gibt es ein maritimes Museum, das Museo del Mare in Capoliveri. Das besondere an diesem Museum ist, dass es ein einziges Ereignis und dessen Folgen als Thema hat.
Das in Frankreich gebaute Dampfsegelschiff Polluce, welches der Reederei De Luchi - Rubattino gehörte, befuhr die reguläre Route Marseille - Genua - Livorno - Civitavecchia - Neapel. Am 17. Juni 1841 ereignete sich vor der Küste Elbas ein schlimmes Schiffsunglück - die Polluce wurde von dem neapolitanisches Schiff Mongibello gerammt und sank im Ergebnis sehr schnell. Die Gesamtumstände ließen die - nie bewiesene - Vermutung aufkommen, dass das Unglück mit Vorsatz herbeigeführt wurde. An Bord der Polluce befand sich nämlich eine riesige Menge an Gold- und Silbermünzen und ein Schatz an Juwelen und Kostbarkeiten, die den wohlhabenden Passagieren an Bord des Schiffes gehörten. Man vermutet, dass diese Schätze eine finanzielle Unterstützung Englands für die italienischen Patrioten sein sollte - es war die Zeit des Rigorsimento, wenige Jahre vor Beginn der italienischen Unabhängigkeitskriege. Die 80 Menschen an Bord wurden bis auf einen Matrosen alle gerettet; das Schiff und seine kostbare Fracht ruhten in über 100 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund.
Versuche zur Bergung misslangen; erst zu Beginn dieses Jahrtausends wurde alles, was noch auf dem Meeresboden lag, gehoben. Bemerkenswert ist vor allem die vielfältige Münzsammlung; man staunt, woher all das unterschiedliche Geld stammt. Auch viele Alltagsgegenstände, die man im Wrack fand, werden gezeigt.
Fazit: Dieses Museum stellt gewissermaßen einen Geheimtipp bei einem Elba-Besuch dar. Empfehlenswert!
Besucht: 2025