Der Name - und auch der Ort - des Museums lässt von vornherein keine Zweifel daran, dass der Bereich Schifffahrt auch eine, aber keine zentrale Rolle spielt. Das Haus zeigt alles, was Menschen und Güter von A nach B bringen kann. Eisenbahn, Auto, Flugzeug, Fahrrad, Schiff...
Ich habe viele Jahre in Dresden gelebt und war auch öfters im Verkehrsmuseum. Was ich dabei wahrgenommen habe: Das Museum verändert sich ständig. Mir ist das besonders im Bereich Schifffahrt aufgefallen. Die aktuelle Präsentation ist sehr interessant - ich gebe zu, ich war im ersten Moment enttäuscht, hatte ich mich doch auf bestimmte Exponate gefreut, die jetzt nicht mehr präsent sind. Aber nachdem ich mich auf das jetzige Erscheinungsbild eingelassen habe, gefiel es mir immer besser.
Beeindruckend, wie der große Raum, in dem der Bereich Schifffahrt präsentiert wird, gestaltet wurde. Man wähnt sich in einem stählernen Spantengerüst eines Schiffes. In einer langen Mittelvitrine wird alles zum Thema Hochseeschifffahrt gezeigt, rundherum in mehreren Vitrinen oder auch offen gibt es Modelle und Originalexponate zur Binnenschifffahrt.
Früher gab es dort ein imposantes 1:10-Modell der Santa Maria - jetzt haben wir in der großen Vitrine gleich die ganze Flotte, wenn auch deutlich kleiner. Wir sehen die Preußen, die Wappen von Hamburg, die Cutty Sark und noch ein paar andere hübsche Modelle (Kogge, Wikingerschiff, Dschunke...)
Der Vollständigkeit halber möchte ich auch noch auf die anderen Bereiche des Museums hinweisen. Luftfahrt, Straßenverkehr, und besonders das Thema Eisenbahn - dort ein Nachbau der Saxonia aus dem Jahr 1839 - wissen zu gefallen.
Fazit: Wer schon mal in Dresden ist und nach Schloss, Zwinger und Frauenkirche erst einmal genug Barock hatte, nimmt sich die Zeit für einen Besuch im Verkehrsmuseum - übrigens nur wenige Schritte von der Frauenkirche entfernt.
Besucht: 2025
Adresse:
Internet:
Verkehrsmuseum Dresden gGmbH
im Johanneum am Neumarkt
Augustusstraße 1
01067 Dresden